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„Blackout“

von Flüsterseele

Dieser besagte Junge aus meiner Nähe, unter dem Aspekt des Wohnortes, hatte nach meiner ersten Internatswoche Geburstag. Ich meine es war exakt der Samstag, würde aber auch nicht ausschließen, dass es der Sonntag war. Wie dem auch sei, er lud mich zu seinem Geburtstag ein. Das meine Mutter es überhaupt erlaubte hat, wundert mich ehrlich gesagt bis heute. Ich glaube, sie auch. Es sollte auch die letzte angenommene Art dieser Art von Party sein, für die nächsten Jahre.

Ich würde samstags mit dem Auto hingebracht. Eigentlich mehr oder weniger schlecht gelaunt, da der, den ich irgendwie gut gefunden hatte zwar eingeladen war, er aber krankheitsbedingt absagen musste. Also war ich dort mit ich glaube noch zwei anderen Mädchen, die ich nicht kannte, die eine Klasse über mir waren, da der Junge eine Schulklasse wiederholt hatte. Dann war da noch ein drittes Mädchen, dass aus dem Wohnort des Jungen kam. Die drei kannten sich nicht, verstanden sich aber gut.

So wie ich den Text gerade schreibe, fallen mir sogar zwei von drei Namen ein...

Dann waren da noch ein andere ehemaliger Klassenkamerad, sein Zimmernachbar, der auch die Stufe wiederholt hatte und ich glaube noch ein oder zwei andere Jungen, aber wer es war, will mir gerade nicht einfallen. Vielleicht ist es besser so. Wer weiß das schon.

Wir Mädchen wollten Zigaretten besorgen, hatten aber nur einen Schein, der jedoch nicht angenommen wurde vom Automaten. Daher klingelten wir an verschiedenen Höusern um fragen, ob jemand uns den Schein wechseln kann. Das klappte allerdings nicht. Die meisten Leite machten einfach direkt die Tür zu. Schließlich fragten wir die Mutter des Jungens, ob sie uns Geld wechseln kann. Ich weiß nur, dass wir irgendeine Geschichte erzählt haben wozu wir das Geld brauchen, aber sie gab es uns.

Es wurde langsam Abend. Wir liegen alle gemeinsam zu einer Wiese, quer durch den Ort. Dort bauten wir Zelte auf und machten Lagerfeuer. Es wurde immer dunkler. Und je dunkler es wurde, desto mehr tranken wir. Für mich ein völlig unbekanntes Terrain.

Ich kann mich nur noch an zeitliche Ausschnitte der Nacht erinnern. Wie enttäuscht ich gedanklich war, dass der, der mir gefiel nicht da war. Dass da plötzlich der Zimmernachbar war. So nah... Das er „es“ wollte, aber ich nicht und aber auch, dass wir es nicht taten.

Am nächsten Morgen wachten wir alle irgendwo auf. Der Zimmernachbar hat zwei riesige Knutschflecke. Die Erinnerung kam langsam zurück, wie er mir die Hose ausziehen wollte, nachdem ich ihn dann leicht wegschubste, es ließ.

Aber alles andere... „Blackout“.
 
 
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