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vertrackte formeln

permanenter Link von howl am 12.12.2011 09:00

heute frueh hatte ich mal wieder ein mehrseitiges befehlsmemo von el cheffo am computerbildschirm kleben (damit ich es auch ja als erstes sehe, wenn ich noch im halbschlaf meinen rechner hochfahre). im grossen und ganzen ging es um folgendes:

uncle jimmy, chef unserer franchising partnerfirma in the usa, hat zu weihnachten sein verschuettetes herz wieder entdeckt und daher geld fuer eine deutsch-amerikanische benefizveranstaltung locker gemacht. allerdings zaehlt er dabei auf die unterstuetzung seiner deutschen mitstreiter und wie das (anscheinend) bei solchen happenings ueblich ist, deren kosten im voraus nicht ganz ueberschaubar sind, wird eine merkwuerdige rechnung aufgestellt. der endbetrag wird naemlich aufgeteilt in das, was uncle jimmy bezahlt und 2/5 von DIESEM betrag, den wir, also der deutsche vertragspartner, beisteuert.
das sind eben NICHT, wie el cheffo erst angenommen hatte 2/5 des geldes, das am ende benoetigt wird, das waere zu einfach gewesen. nur das kann jetzt hier keiner ausrechnen, also schieben wir das mal auf howl.

jetzt liegt mein abitur schon einige jaehrchen zurueck, aber da ich ja studiert habe (anglistik/medienwissenschaften ... von mathematik keine spur), kann ich das natuerlich eher ausrechnen als z.b. gundi, die bei uns die buchfuehrung macht.

aber okay, da haetten wir eine lineare gleichung mit einer unbekannten (naemlich der betrag, den uncle jimmy zu berappen hat).
das ergibt dann x + 2/5x = endbetrag. das wiederum bedeutet 7/5 x und ergibt schliesslich: endbetrag mal 5 geteilt durch 7, woll? und davon noch hurtig 2/5 ausgerechnet und schon wissen wir, was el cheffo von der bank holen muss.

um das auszurechnen muss man jetzt kein mathegenie sein, die hauptschwierigkeit lag wohl eher darin, aus dem geschaeft ueberhaupt erst mal eine gleichung zu machen.
nichts desto trotz ergaenzte el cheffo sein pamphlet heute frueh noch mit einer email aus der badewanne, in der er schrieb, dass ich das nicht nur ausrechnen sollte, sondern ihm die formel aufschreiben mit ausfuehrlicher erklaerung. das beste daran war aber die begruendung fuer die ausfuehrlichkeit: "falls howl was passiert ..."
also falls ich ins gras beisse, bevor el cheffo heute hier auflaeuft ... oder watt? kann ja schnell mal passieren hier im buero. wobei das risiko, am arbeitsplatz zu tode zu kommen in unserer firma sich mit el cheffos eintreffen im allgemeinen potenziert.

da bastel ich doch einfach ein excel-tabellchen mit 'ner formel drinne, dann kann ich in aller seelenruhe das zeitliche segnen und el cheffo ist trotzdem aus dem schneider.