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zutritt auf eigene gefahr

 

sex im freien ... oder

permanenter Link von howl am 03.10.2011 17:57

noch was vom wochenende:

sex im freien, aka romantisches liebesspiel am strand oder im wald, hat ja in wirklichkeit abgesehen von der auf-, an- oder erregenden umgebung und dem reiz des mehr oder weniger verbotenen rein koerperlich betrachtet nur nachteile: unebener, harter untergrund, sand und insekten an stellen, wo man sie eigentlich noch nie haben wollte, peinliches entdeckt werden ... you name it.
und ganz aehnlich ist es auch, wenn man im park grillt.

fuer sonntag hatte prinzessin billie uns naemlich mal wieder rekrutiert. diesmal fuer ein picknick im park, zu dem sie auch ihre tochter madita und ihren neffen lenny mitbrachte.
um nicht wieder in letzter minute einen salat oder ein vier gaenge menu aus dem hut zaubern zu muessen, hatte ich mich fruehzeitig erkundigt, ob wir was mitzubringen haetten und hatte daher schon am vorabend buletten gebrutzelt und einen, na was, genau, einen salat gemacht.

wie nicht anders erwartet kam billie knapp eine halbe stunde spaeter als verabredet mit den kindern am treffpunkt an und uebernahm sofort das kommando.
„du nimmst die kiste mit den getraenken“, befahl sie mir und j.j. bekam die order:
„und du traegst den grill und die holzkohle.“
„den grill?“ fragte ich.
„ja, den grill“, erwiderte billie und sah mich misstrauisch an, „was ist damit?“
„nichts, ich wusste bloss nicht, dass man hier grillen darf.“
„darf man auch gar nicht“, sagte lenny und deutete auf ein schild am parkeingang.
„bloss weil das da steht, muss man das ja nicht gleich so ernst nehmen“, erklaerte billie paedagogisch wertvoll.
„muss man nicht?“ traute ich mich noch mal nachzuhaken, aber j.j. schob mich schnell von billie weg, bevor sie handgreiflich werden konnte.

wir fanden einen lauschigen platz im schatten und breiteten unsere picknickutensilien aus.
billie stellte den wackligen kleinen grill auf und schuettete grosszuegig holzkohle unten hinein.

„woher kommt eigentlich holzkohle?“ fragte madita interessiert und zerkruemelte ein stueckchen, das daneben gefallen war.
„also wenn ein stueck holz und ein stueck kohle sich sehr sehr lieb haben, dann gehen sie zusammen in ein hotel ...“ begann j.j., was ihm einen irritierten blick von lenny einbrachte, der es anscheinend besser wusste.
„das ist holz, das nicht richtig verbrannt ist“, erklaerte er, „das muss man dann noch mal anzuenden.“
„bist du sicher?“ fragte billie unglaeubig. und ich gab lenny recht:
„das stimmt so ungefaehr.“
„klugscheisser unter sich“, kommentierte j.j. und warf uns einen vernichtenden blick zu, bevor er billie dabei half, das objekt der diskussion anzufeuern.

waehrend die mitgebrachten wuerstchen auf dem grill brutzelten hatten wir schon mal angefangen, salat, buletten und brot zu verteilen, wobei madita ganz enttaeuscht war, dass wir diesmal keine sterne aus dem hackfleisch ausgestochen hatten sondern nur ganz simple frikadellen geformt.

„wir haetten die doch AUCH auf dem grill braten koennen“, meinte sie, „dann koennten wir jetzt aus dem hackfleisch noch maennchen formen.“
„ich glaube das hackfleisch faellt bloss durch den rost“, sagte j.j. zweifelnd, „aber beim naechsten mal, probieren wir das aus.“
„vielleicht kann man das in was einwickeln“, ueberlegte madita, „oder in eine huelle tun.“
„et voilà, madita hat die wurst neu erfunden“, schloss j.j..
„in der wurst ist doch kein hackfleisch, oder?“ fragte lenny daraufhin nach und j.j. seufzte und meinte:
„was WIRKLICH in der wurst ist, moechten wir alle lieber nicht so genau wissen.“

als der nachmittag zunehmend heisser wurde, entledigte sich j.j. irgendwann seines t-shirts, freilich nicht ohne die chance zu nutzen, daraus eine chippendale-reife show zu machen. woraufhin billie ihren zeigefinger anleckte, ihn an j.j.s nackte schulter drueckte, ein zischendes geraeusch machte und „uuuh, HOT“, sagte. das gefiel madita so gut, dass sie es nachmachte.
j.j. meinte, sie sollten ihm lieber geldscheine in die unterwaesche stecken, was lenny sehr komisch fand und madita meinte, sie haette nur kleingeld.

dann sagte j.j. „na los“, zu mir, „jetzt zeig DU mal, was du hast“.
„nee, danke“, antwortete ich, „ich bin nicht scharf drauf, dass maedels ihre angesabberten finger an mir abwischen“, woraufhin j.j. ohne den umweg ueber einen finger direkt mein gesicht ableckte.
als wir schliesslich genug vom rumhaengen im freien hatten, schleppten wir unser marschgepaeck wieder in richtung parkplatz und wurden unterwegs von einem aelteren ehepaar angehalten:
„sie wollen doch hier wohl nicht grillen“, sagte der mann und die frau ergaenzte, „das ist hier naemlich VERBOTEN.“
madita und lenny sahen schuldbewusst zu boden, waehrend billie sich angriffslustig zeigte und vermutlich gerade wieder eine paedagogisch wertvolle bemerkung in petto hatte. aber j.j., der den grill trug, kam ihr zuvor und sagte mit vor schreck weit aufgerissenen augen:
„NEIN! oh gott, bitte sagen sie, dass das nicht wahr ist, wir HABEN naemlich schon gegrillt. was machen wir denn jetzt nur, bitte bitte, rufen sie nicht die polizei, sie sehen doch, ich hab’ frau und kinder ...“ und mit einem seitenblick auf mich ergaenzte er: „... und ... den da, ich kann nicht ins gefaengnis ... ich bitte sie ...“
an diesem punkt hatte das ehepaar bereits die flucht ergriffen.
„soso“, sagte ich, waehrend wir weiter gingen, „du bist also in wirklichkeit mit billie verheiratet und maditas und lennys vater ...“
„lenny ist nur adoptiert“, unterbrach mich j.j., waehrend billie, die mit den kindern vor uns ging, vielsagende kleine kreise mit dem zeigefinger an ihrer schlaefe machte, als die zwei kleinen sie fragend anschauten.
„... und ich bin lediglich ‚der da’ fuer dich, hm?“ fuhr ich fort.
„ich hab’ nicht gewollt, dass du es SO erfaehrst“, sagte j.j. mit dramatischer schwere im ton und wischte sich die treulosen augen.
„wie HAETTE ich es denn jemals erfahren, wenn das schicksal uns nicht dieses aeltere ehepaar geschickt haette?“ fragte ich ebenso dramatisch weiter und warf mich verzweifelt an einen baum.
„hat obi-wan dir das denn nicht erzaehlt?“ wollte j.j. daraufhin wissen und atmete schnaufend in seine hand.
„obi-wan hat mir NICHTS erzaehlt“, antwortete ich, obwohl ich dem verlauf des gespraechs auch nicht mehr ganz folgen konnte.
„luke“, roechelte j.j. schliesslich, „mal abgesehen davon, dass die macht mit dir ist ... ICH BIN DEIN VATER!“ ^^

am parkausgang angekommen meinte madita mit blick auf die umfangreiche verbotstafel:
„der schnupferich wuerde das schild jetzt runterreissen und verbrennen.“
daraufhin stellte j.j. den grill ab, vergriff sich allerdings nicht an dem schild sondern schlug sich erst vor dir stirn und dann in die buesche.
„ich dussel, ich hab’ doch glatt vergessen, hattifnatten zu saeen“, erklaerte er.
„achso“, kommentierte ich und lenny und madita lachten. nur billie stand mal wieder auf dem schlauch:
„WAS saeen? und wer zur hoelle ist der schnupferich?“ fragte sie und lenny sagte:
„du hast „zur hoelle“ gesagt.“

p.s.
der schnupferich ist sowas wie eine urform von kisuke urahara, woll?

BANKAI!

Antworten

RE: sex im freien ... oder

permanenter Link von bambi am 04.10.2011 04:51

Verdammt! Stimmt ja. Ich kann ja nicht nur jetzt einen Blog schreiben, rein theoretisch, irgendwann... Nein, ich kann auch kommentieren. Wat wollt ich sagen? Ach ja, auf das Wichtigste deines Eintrags beschränkend: Also ich mag Sex im Freien. Na gut, im Wald sollte man schon nach einer Lichtung Ausschau halten und nicht einfach ins Gestrüpp. Sonst gibts Brennesselblasen am Hintern und aufgeschürfte Knie - gerecht auf die Parteien verteilt. Aber am oder Wahlweise im verlassenen kleinen See, das hat was - oder auf der Motorhaube am Rhein-Herne Kanal (übrigens ein koreanisches Fabrikat^^) - oder auf einem merkwürdigen, künstlich angelegten Berg, von dem ich hoffe, dass es keine getarnte Müllkippe ist und dessen Wanderweg nach oben mit Hindugöttern verziert ist - ganz oben dann, auf der Aufsichtsplattform, unter den wachsamen Augen Shivas.
Hm, aber vielleicht sollte ich doch mal das Grillen im Park ausprobieren, denn das kenne ich noch nicht.
Wie dem auch sei: Jetzt brauche ich eigentlich keinen Blog mehr schreiben, woll? ^^

RE: sex im freien ... oder

permanenter Link von howl am 04.10.2011 13:03

uuuh, nee, weisste, chibi, das ueberlasse ich anderen. im allgemeinen schaffe ich's auch bei notgeilheit der alarmstufe rot noch irgendwohin, wo ich mich hinterher nur ranschmiegen muss und schlafen kann. i ain't gettin any younger.

RE: sex im freien ... oder

permanenter Link von Esidm am 04.10.2011 16:04

howl hat geschrieben:
„ich hab’ nicht gewollt, dass du es SO erfaehrst“, sagte j.j. mit dramatischer schwere im ton und wischte sich die treulosen augen.
„wie HAETTE ich es denn jemals erfahren, wenn das schicksal uns nicht dieses aeltere ehepaar geschickt haette?“ fragte ich ebenso dramatisch weiter und warf mich verzweifelt an einen baum.


so ein MISTKERL !!!! XD Mir laufen jetzt noch die Tränen wegen diesem schicksalshaften Moment... aber ähm ja was wollte ich schreiben .... ^^

Ach ja: ZU GEIL !!! ;P