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zutritt auf eigene gefahr

 

namenswuensche

permanenter Link von howl am 22.01.2012 20:27

wie ich um weihnachten herum schon mal erwaehnt habe, erwartet prinzessin billie in ein paar monaten nachwuchs.

bis vor ein paar wochen hatte j.j. keine gelegenheit ausgelassen, zusammen mit madita darueber zu spekulieren, was es werden wuerde, wobei madita realistischere vorstellungen hatte als j.j., der auch ein huhn, ein pony oder einen kuerbis fuer moeglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich hielt.

mittlerweile steht aber fest, dass es ein junge wird (und ein mensch).

samstagabend sassen wir mit billie und tante lydia, ihrer schwester (also maditas tante, nicht meine), in einem café bei billie um die ecke und es ergab sich zwangslaeufig die namensdiskussion.

„ich mag ja den namen pavel unheimlich gern“, sagte tante lydia, was billie zu einem schnauben veranlasste und der frage:
„und wieso heisst lenny dann nicht pavel?“ (womit sie auf lydias sohn hinwies, der lenny heisst, woll?)
„na weil sein vater, das a r s c h l o c h, darauf bestanden hat, dass er nach IHM benannt wird. das weisst du doch.“
„ach stimmt“, gab billie zu und fuegte, um ihre schwester aufzumuntern, hinzu: „den vergesse ich immer, der war einfach zu unbedeutend.“
„ein unbedeutendes a r s c h l o c h“, fasste j.j. zusammen und wir stiessen auf die bedeutungslosigkeit von lennys vater an, die tatsaechlich so gravierend ist, dass ihn von uns sowieso keiner kennt.

„was ist denn mit „marlon“?“ fragte lydia.
„wenn ihr ihn marlon nennt, bin ich auf keinen fall wieder pate“, sagte j.j., „ich kann doch nicht pate eines paten sein.“

billie rollte die augen.
„okay, okay“, lenkte j.j. ein, „wir ueberlegen jetzt mal ernsthaft. was meinst du, howl?“
„keine ahnung“, sagte ich, „wahrscheinlich findet er den namen spaeter sowieso bloed, egal wie man ihn nennt. aber er wird sich dran gewoehnen.“ dann fragte ich stattdessen: „wie haettet IHR denn heissen wollen?“

die frage loeste allgemeines gruebeln aus. lydia machte den anfang und gab zu:
„ich haette immer gern lara geheissen.“
„LARA?“ fragte billie ueberrascht zurueck, „hiess so nicht die ziege aus deiner klasse, die dir mal ein blaues auge geschlagen hat?“
„die hiess laura“, korrigierte lydia, „und eigentlich habe ich IHR ein blaues auge gehauen.“
j.j. hatte inzwischen angefangen „lara’s theme“ aus „doktor schiwago“ zu pfeifen. die tante grinste und nickte.
billie zog eine missbilligende grimmasse und meinte: „da wundere ich mich ja, dass du nicht vorgeschlagen hast, mein baby „omar“ zu nennen.“

„und wie wolltest du als kind heissen“, fragte lydia mich und billie und j.j. sahen mich derartig gespannt an, dass ich mich nicht traute zu kneifen:
„als kind wollte ich immer joe heissen.“
„JOE?“ fragte wieder billie. „wieso denn joe, das ist doch kein asiatischer name.“
„ich wusste damals nicht, dass ich mir nur asiatische namen wuenschen durfte“, entgegnete ich ein wenig genervt von den ewigen stereotypien.
aber da schlug prinzessin billie sich schon selbst vor die stirn und meinte:
„wie bloed war DAS denn jetzt?“ und lachte.

dann war sie selbst an der reihe.
„also schoen“, fing sie an, „ihr werdet mich auslachen ...“
„wir werden dich auslachen, mit den fingern auf dich zeigen und es allen leuten auf der strasse erzaehlen“, ergaenzte j.j. grinsend.
„... vielleicht sag’ ich’s doch lieber nicht ...“, meinte billie daraufhin, aber ihre schwester fiel ihr in den ruecken, indem sie sagte: „ich glaub’, ich weiss es schon.“
„okay, okay, ich sag’s ja“, wehrte billie ab, „also, als kleines maedchen wollte ich immer donna heissen.“
„DONNA?“ fragte diesmal j.j., „wie die donna in „beverly hills mit zahlen, die ich mir nie merken konnte dahinter“?
„ja“, gab billie kleinlaut zu.
„WHAHAHAHAHAHAAA“, machte j.j. und stand auf, um es den leuten an den anderen tischen zu erzaehlen (setzte sich dann aber doch wieder hin).
„wieso denn ausgerechnet wie DIE?“ erkundigte ich mich, „die sah doch fuerchterlich aus mit den kuhaugen und so.“
„ja“, fuhr j.j. fort, „und die hatte die rolle auch bloss, weil ihr vater die serie produziert hat.“
„was du alles weisst“, meinte billie und streckte ihm die zunge raus:
„okay, schatz,“ forderte sie dann, „jetzt bist DU dran. wie wolltest denn DU als kind heissen?“

j.j. laechelte versonnen und zog die antwort ein wenig hinaus. dann meinte er:
„ich hab’ mir immer gewuenscht, hoernchen zu heissen.“
lydia schaute verwirrt, aber billie laechelte und ich sagte:
„na so ein glueck, du hoernchen.“